Nervous ObsessionNervous Obsession

Nervous Obsession

Interaktive Raum-Klang Installation | 2005

ausgedientes Aquarium, Lautsprecher, Mikrofon, Metall, Rasierklingen, Code
Platzbedarf: Ø 5m um das Objekt

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Gegenüberstellung zweier Systeme. Realraum mit dynamischen Konstanten und "Nervous Obsession" als Sub-System und Metapher des realen Raumes. Durch die Kopplung beider Systeme wird die Bewegung eines Subjekts im Realraum, von "Nervous Obsession" als Input wahrgenommen, die inneren dynamischen Konstanten werden beeinflusst. Diese Zustandveränderungen werden, hör- und sichtbar, als nervös komponierter Realraum abgebildet. Die Charakteristika des Outputs sind als "neurotische" Reaktion von "Nervous Obsession" auf das Eindringen des Subjekts in den Ruhezustand zu verstehen. Subjekte als Sender/Empfänger zur selben Zeit im selben Raum. Klang als wirkende Kraft, Klang als Informationsmedium.

Technische Beschreibung
Mittels Tracking wird die Distanz einer sich auf einem Teppich befindenten Person zum Glasquader hin gemessen und die Lautstärke des sinusförmigen Basistons der aus dem Lautsprecher im Glasquader klingt entsprechend der Distanz lauter oder leiser moduliert. Dies hat zur Folge, dass die Metallplatte die auf diesem Lautspecher aufliegt mehr oder weniger stark vibriert und diese Vibration an die, an Haaren befestigen locker aufliegenden, Rasierklingen überträgt. Diese beginnen nun mehr oder weniger wehement zu "tanzen" und erzeugen dabei, durch die Reibung mit dem Metall, ein metallisches Geräusch. Das im Glasquader befestigte Mikrophon nimmt nun den Ton im Inneren ab und filtert via HighPassFilter den Sinuston heraus, so dass ein metallisches nervöses Klimpern übrigbleibt, welches verstärkt nach aussen auf die 4 Lautsprecher verteilt wird. Je näher eine Person kommt, desto nervöser werden die Rasierklingen. Dieses Phänomen ist hörbar und sichtbar.

In Zusammenarbeit mit Mario Fischer